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25.01.2011

Projekt: "Erzähl mir was vom Tod"


Warum wird man alt? Was passiert mit meinem Hamster, wenn er begraben ist? Wie sieht der Tod aus? Wo ist Großvater jetzt?

Der Tod ist zum großen Tabu geworden. Kinder un dJugendliche die heute heranwachsen werden aber dennoch mit dem Tod konfrontiert. die ersten und zweiten Klassen haben sich im Herbst 2010 mit diesem wichtigen, aber auch schwierigen Thema beschäftigt.

Die ersten und zweiten Klassen haben sich von Ende Oktober bis Anfang Dezember, mit einem sehr wichtigen aber auch sehr schwierigen Thema beschäftigt. In unserer westlichen Gesellschaft hat sich die Einstellung zum Tod entscheidend gewandelt. Der Tod ist zum großen Tabu geworden. Jugendlichkeit, Erfolg und „Gut-Drauf-Sein“ sind heute die bestimmenden Wertvorstellungen, in denen das Alter und der Tod keinen Platz haben. Kinder und Jugendliche die heute heranwachsen, werden aber dennoch mit dem Tod konfrontiert, sei es durch den Tod eines geliebten Haustiers, des Großvaters oder durch die Verkehrsunfälle und Katastrophen im Fernsehen. Warum wird man alt? Was passiert mit meinem Hamster, wenn er begraben ist? Wie sieht der Tod aus? Und wo ist Großvater jetzt?

Das Projekt „Erzähl mir was vom Tod“ wollte sich dem großen Tabu stellen. Wir wollten nicht erschrecken und niederdrücken, sondern im Gegenteil: Wir wollten den Tod zurück ins Leben rufen und bewusst machen, dass Leben und der Tod untrennbar zusammengehören. Ziel war es, dieses Thema in seiner Vielschichtigkeit zu bearbeiten. Gemeinsam mit meinen Kollegen Hermann Schweighofer, Lore Schwabl, Helfried Weißensteiner und Wolfgang Fasching haben wir uns auf die Fragen der Kinder eingelassen und uns auf die Suche nach Antworten gemacht. Alle wurden eingeladen, behutsam und ohne Scheu, mit Mut und mit einem Lächeln, das uns andere Kulturen vorleben, einen Schritt auf die „andere Seite“ zu tun und sich dabei nach dem Sinn des Lebens zu fragen.

Im Rahmen des Projektes haben wir auch die Ausstellung: „Erzähl mir was vom Tod“ im Kindermuseum FRida und freD in Graz besucht. Diese interaktive Ausstellung lud die Kinder zu einer Expedition ins Jenseits und auf eine Reise durch die Zeit, das Leben und Vergehen ein.

Nach langer und intensiver Arbeit gab es zum Elternsprechtag am 7. Dezember 2010 dann die Präsentation des Projektes im Theaterraum.

Am Ende waren alle der Meinung, dass es sehr wichtig war über den Tod zu sprechen da er zu unserem Leben dazu gehört.

RL Brigitte Koch